Die Schüler Johann Sebastian Bachs

Grundlagen

Die Qual der Wahl - oder - welches Tasteninstrument darf es sein?

Das Klavier oder der Flügel, beide mit moderner Hammermechanik stellen heutzutage die Standardausrüstung eines musikalischen Haushalts dar. In der 2. Hälfte des 18. Jhdts. war dies anders. Der damalige Haushalt hatte meist ein Clavichord (weder teuer noch Platz raubend), falls wohl situierter, ein Cembalo (ein -oder zweimanualig), oder beide Instrumente zur Verfügung. Zu allem "Überfluss" kam in dieser Zeit noch das "Hammerinstrument" auf, welches in kurzer Zeit seine technischen Kinderkrankheiten überwunden hatte. Es gehörte zwar nicht zur "Standardausrüstung" der Haushalte (weil zu teuer), aber beim spielen der Musik des späteren 18. Jhdts muss man es sehr wohl im Auge behalten.

Grundsätzlich: Alle Klavierwerke sind auf einem modernen Klavier gut zu spielen, aber Spieler und Hörer müssen gewisse klangliche Einbussen hinnehmen, der Spieler plagt sich noch zusätzlich mit der "schweren" Mechanik und den meist üppigen Verzierungen herum. Oder anders, alle Werke sind auf einem Cembalo darstellbar, einige jedoch auch mit klanglichen Einbussen. Das Clavichord eignet sich ebenfalls sehr gut für diese Klaviermusik, auch hier natürlich nicht ohne Einschränkungen. Wer hat schon mehrere Instrumente? Falls ja, wird der Spieler sehr schnell herausbekommen, welches das geeignete "Clavier" ist. Die Werke des späteren Haydn und Mozart klingen - ausser für Fanatiker - nicht mehr so richtig auf dem Cembalo. Vielleicht liegt es auch an unseren Hörgewohnheiten.